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Vögel zählen im Schnee

Am Wochenende findet deutschlandweit die „Stunde der Wintervögel“ statt

Familie zählt Wintervögel – Foto: Sebastian Hennigs NABU
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Familie zählt Wintervögel – Foto: Sebastian Hennigs NABU

Vögel zählen im Schnee: Vom 9. bis 11. Januar gibt es wieder die deutschlandweite Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“ – in diesem Jahr bei echtem Winterwetter. Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden.

Rückblick: Ergebnisse aus Sachsen 2025

An der Stunde der Wintervögel 2025 beteiligten sich in Sachsen 6.558 Menschen und zählten 154.685 Vögel. 2025 war der Haussperling die am häufigsten gemeldete Art in Sachsen, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise und Feldsperling. Deutlich auffällig war jedoch der Rückgang bei der Amsel: In Sachsen wurden 18 Prozent weniger Amseln gezählt als im Vorjahr.

Als wahrscheinliche Ursache gilt weiterhin das Usutu‑Virus, das in den vergangenen Sommern zu hohen Verlusten geführt hat. Besonders starke Rückgänge wurden 2025 in anderen Bundesländern beobachtet, Sachsen war ebenfalls betroffen, wenn auch weniger stark.

Ausblick auf ein verschneites Wochenende

„Der seit Tagen anhaltende Frost mit Schneefall in ganz Deutschland könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futterhäusern einfinden“, sagt Naturschutzexperte Julian Heiermann vom NABU. „Bei geschlossener Schneedecke und gefrorenem Boden ist es für viele Arten deutlich schwerer, Futter in der Natur zu finden. Sie nehmen dann besonders gern die Zufütterung an.“ Gute Chancen also, viele interessante Vogelbeobachtungen zu machen, denn am Zählwochenende soll es weiter frostig bleiben.

Wer nicht allein zählen möchte kann dies gemeinsam mit dem NABU tun:

  • am Freitag, den 09. Januar ab 12 Uhr am Roten Haus am Dippelsdorfer Teich in 01468 Moritzburg  OT Dippelsdorf, Infos 0351 - 810 42 90 bzw. roteshaus_at_NABU-Sachsen.de
  • am Sonnabend, den 10. Januar mit der Kinder- und Jugend AG Großdittmannsdorf, gestaffelt in Gruppen. Treff jeweils am Gasthof Großdittmannsdorf 9:30; 10:30; 11:30; 13:30; 14:30 Uhr: Wanderung zum Waldfutterhaus und Beobachtung; Dauer insgesamt ca. 2 h bis 2,5 h. Vorherige Anmeldung erbeten unter 035208 4206 oder 0176 36315560, da die Gruppengröße max. 5 Personen betragen kann

Zu guter Letzt noch einige Futtertipps: 

Wer füttern möchte, sollte auf die Qualität des Futter achten, rät Heiermann. „Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel, am besten in Bioqualität, eignet sich am besten. Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten“, so der Experte. „Der Frost kostet Meisen und Co. viel Energie. Die liefern mit Fett gemischte Körner, wie in Meisenknödeln, besonders gut. Aber bitte nur ungenetzte Knödel aufhängen. Die Plastiknetze sind eine vermeidbare Gefahr für Vögel, da diese sich darin verheddern können. Die leeren Netze landen zudem viel zu oft als Plastikmüll in der Natur.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, was die Qualität der Meisenknödel betrifft, kann sie auch ganz einfach aus Körnermischungen und Rindertalg oder Kokosfett selbst herstellen. Dazu bietet der NABU Anleitungen auf seiner Website an.

Heiermann: „Wem es draußen zu frostig ist, um eine Stunde lang zu zählen, kann natürlich auch vom Sofa aus die Vögel an der Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon beobachten.“

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum 16. Mal statt. Die Zählung liefert wertvolle Daten, um die Trends bei der Bestandentwicklung der Arten im Siedlungsraum zu verfolgen. Im vergangenen Jahr haben deutschlandweit rund 122.000 Menschen mitgezählt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von jeder Art wird die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde. Die Beobachtungen können bis zum 19. Januar online gemeldet werden unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“.

Bitte beachten Sie, dass es keine telefonische oder schriftliche Meldeannahme gibt!



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