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Stunde der Wintervögel 2026 – Wo sind die Spatzen geblieben?

Feldsperling – Foto: Frank Derer
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Feldsperling – Foto: Frank Derer

Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion ist ausgezählt. Mehr als 145.000 Menschen beteiligten sich am Aktionswochenende im Januar und zählten dabei über drei Millionen Vögel in mehr als 100.000 Gärten und Parks.

Die Bilanz war aber ernüchternd. Wurden bei der ersten Zählung 2011 noch 46 Vögel pro Garten gezählt, waren es dieses Jahr nur noch 32. Besonders deutlich wurde das beim Haus- und Feldsperling mit bundesweit bis zu 15% weniger Sichtungen. In Sachsen sind die Rückgänge mit 17% bzw. 22% noch deutlicher. Am gravierendsten sind vom Rückgang bundesweit die Großstädte (Berlin mit -45%) betroffen. Als Ursachen sind hier fehlende Brut- und Nahrungsmöglichkeiten zu nennen. Infolge Haussanierungen verlieren Spatzen oftmals ihre angestammten Brutreviere. Die Anbringung einer adäquaten Anzahl von Vogelersatzquartieren würde dem Trend sicher entgegenwirken. In der absoluten Häufigkeit liegt der Haussperling trotzdem auch dieses Jahr wieder auf Platz eins, gefolgt von Kohl- und Blaumeise, Amsel und Feldsperling, wobei diesmal die beiden Meisenarten und auch die Amsel etwas häufiger beobachtet werden konnten.

Die nächste Zählaktion ist die „Stunde der Gartenvögel“. Sie findet vom 8. bis 10. Mai statt.



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