NABU Dresden-Meißen hilft Schulen „grüner“ zu werden
Mitte Juni 2026 erhielten wir vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen den Zuwendungsbescheid für unser neues Projekt „Praxisinitiale für eine naturnahe und klimaresiliente Umgestaltung von Schulen und deren Außenflächen unter Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler“ – Kurzbezeichnung „Schule in Grün“.
Ziel ist es, Schulgelände in Sachsen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern naturnah, klimaresilient und nachhaltig umzugestalten. Viele Schulhöfe sind heute stark versiegelt, bieten wenig Schatten, heizen sich im Sommer stark auf und verfügen nur über geringe Aufenthalts- und Lernqualität. Gleichzeitig fehlt es häufig an Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung sowie an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Die Schülerinnen und Schüler werden aktiv in den Planungsprozess einbezogen und erarbeiten Ideen für eine klimaangepasste Gestaltung ihrer Schule. Dadurch werden Umweltbildung, Klimaschutz und nachhaltiges Handeln unmittelbar mit der Verbesserung des eigenen Schulumfeldes verknüpft.
Zu den möglichen Maßnahmen gehören unter anderem Baum- und Strauchpflanzungen, Blühflächen, Schulgärten, Hochbeete, Fassaden- und Gebäudebegrünungen, Insektenhotels, Nistmöglichkeiten für Vögel sowie Maßnahmen zur Entsiegelung und zum Regenwassermanagement. Auch der Schutz gebäudebrütender Arten und die Verringerung von Vogelkollisionen an Glasflächen werden berücksichtigt. Ziel ist es, grüne Lern- und Lebensräume zu schaffen, die Erholung, Bewegung und Unterricht im Freien ermöglichen und gleichzeitig die biologische Vielfalt fördern. Im Rahmen eines „Grünen Coachings“ werden jährlich zehn Schulen begleitet. Dazu gehören die Erfassung des Ist-Zustandes, zwei Vor-Ort-Termine, die fachliche Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes sowie die Abstimmung mit Fachleuten aus dem Garten- und Landschaftsbau. Die Ergebnisse werden in einer umsetzungsorientierten Planung zusammengefasst und den Schulen einschließlich geeigneter Fördermöglichkeiten übergeben.
Auf diese Weise erhalten die Schulen eine fachlich fundierte Grundlage, um ihre Außenanlagen schrittweise klimaresilient, artenreich und zukunftsfähig zu gestalten. Das Ministerium fördert das Projekt bis 31.12.2027

