Das Projekt „Schule in Grün“
Ausgangssituation
Ziel des Projektes
Schulhöfe sollen vielfältige Funktionen haben, Erholungs- oder auch Lernort sein, lebendige Orte für Schülerinnen und Schüler. Grüne Außenflächen können wichtige Impulse für den Unterricht geben, Erholungsort sein, Platz für Bewegung bieten und gleichzeitig das Klima im Kleinen wie im Großen verbessern helfen. Grüne Klassenzimmer oder Schulgärten schaffen neue Möglichkeiten, den Schulalltag auch mal von drinnen nach draußen zu verlagern. Viele sächsische Schulen können dies nicht bieten und benötigen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung entsprechender Umgestaltungsmaßnahmen. Durch Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in den Planungs- und Umsetzungsprozess lassen sich solche Maßnahmen zur Aufwertung der Anlagen spielerisch und partizipativ mit der Förderung des Klimaschutzes, der Klimawandelanpassung, des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen und der biologischen Vielfalt verbinden. Als entsprechende Maßnahmen kommen etwa
- Baum- und Strauchpflanzungen,
- das Anlegen von Blühflächen,
- der Bau von Konstruktionen zur vertikalen Gebäudebegrünung,
- das Markieren von kleineren Glasflächen mit einfachen Folienvarianten gegen Vogelkollision,
- der Bau von Insektenhotels, Hochbeeten oder Vogelnistmöglichkeiten aus Holz sowie
- Maßnahmen des Niederschlagswassermanagements wie Entsiegelungen, Versickerungen und Rückhalt in Frage.
Inhalt des Projekts
Hierfür sind mindestens zwei Besuche der jeweiligen Schulen geplant, bei denen die Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit Fachlehrern, Hausmeistern o. ä. Vorschläge entwickeln und diskutieren, wie ihr Schulgelände grüner, bunter und klimaresilienter werden kann. Hierbei erfolgt eine fachliche Moderation durch den Projektmitarbeiter im zeitlichen Umfang von bis zu 3 Stunden (entspricht bis zu 4 Unterrichtseinheiten) pro Besuch. Als Rahmen sind sowohl Projekttage als auch der Fachunterricht denkbar.
Auf Grundlage der erarbeiteten Vorschläge erfolgt eine fachliche Maßnahmenplanung, die die Themenbereiche Klimaresilienz, Biodiversität, Fassadenbegrünung und Gründach, Wasserrückhaltung, Entsiegelung und Artenschutz an Gebäuden (Brut-Ersatzquartiere, Vogelkollision) berücksichtigt. Die Ergebnisse der Maßnahmenplanung werden mit gärtnerischem Fachpersonal abgestimmt und verfeinert. Hierfür soll eine Kooperation mit einer entsprechenden Fachfirma (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau bzw. -planung) erfolgen, mit der drei Konsultationen pro Jahr geplant sind.
Bis zu einem entsprechenden Termin sollen Planungen gesammelt und so gebündelt besprochen werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass neben fachlichen Gesichtspunkten auch ästhetische Aspekte und die bauliche Umsetzbarkeit Berücksichtigung finden.
Hierdurch wird sichergestellt, dass neben fachlichen Gesichtspunkten auch ästhetische Aspekte und die bauliche Umsetzbarkeit Berücksichtigung finden.
Die für die Schulen festgelegten Ergebnisse sollen mit möglichen Förderoptionen für die praktische Umsetzung anschaulich aufbereitet und übergeben werden.

